Wann Elektronik recyclen?

Man hört es immer wieder: „Es muss mehr recycelt und somit wiederverwertet werden“. Gerade nach den Änderungen im ElektroG, befassen sich immer mehr Menschen mit dem Thema Elektroschrott.

Aber was ist eigentlich Elektroschrott?

Die Definition sagt:

„Als „Elektroschrott“ werden all jene Geräte bezeichnet, welche strom- oder batteriebetrieben sind und nun ausgedient haben. Zum Elektroschrott zählen:

  • große Haushaltsgeräte wie Kühlschränke
  • kleine Geräte wie Rasierapparate
  • Geräte der Unterhaltungselektronik wie Radios
  • IT – Geräte wie Computer
  • medizinische Geräte wie Hörgeräte
  • Energiesparlampen
  • Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschinen“

 

Wiederverwertung statt Recycling!

Die Welt des Recyclings ist durchaus vielschichtig und spannend, und teilweise glaubt man gar nicht, welche Schätze man in einzelnen Geräten finden kann, trotzdem sollten man in aller erster Linie ein Bewusstsein für die Wiederverwertung schaffen.

Den ausgedienten PC vernünftig verwerten

Den Vorgang und die Möglichkeiten des Recycelns lässt sich am Beispiel des eigenen Computers gut darstellen. Man kennt es, der eigene PC wird allmählich alt und träge, Spiele lassen sich nicht mehr flüssig spielen, Ultra HD lässt sich nicht darstellen und selbst einfachste Office-Arbeiten benötigen endlos lange Ladezeiten. Da wirkt der direkte Neukauf eines modernen, leistungsfähigeren PC oder Laptop schnell attraktiv.
Doch bevor der neue PC gekauft wird, sollte der alte bestmöglich entsorgt werden. Und mit der Entsorgung ist nicht gleich Recycling gemeint! Viele Bestandteile des alten PCs, etwa die Grafikkarte oder die Festplatte können, sofern sie noch funktionieren weiterverwendet werden – kann man diese entweder verkaufen, spenden oder weiternutzen. Mit Recycling allein wird der Umwelt nicht ausreichend geholfen, sondern viel mehr mit der Vermeidung von Abfall. Und anstatt sich gleich ein neues Gerät zu kaufen, wäre es sicherlich auch besser, den alten PC „aufzurüsten“, also mit neuer Hardware zu bestücken und gegebenenfalls einige alte Teile, wie das Gehäuse oder die Lüftung zu erhalten.

Quelle für seltene Rohstoffe

Wenn man seinen PC so weit wie möglich ausgeschlachtet hat und nur noch die wirklich defekten oder nutzlosen Teile übrigbleiben, sollte man diese zum nächsten Fachbetrieb für Entsorgung von Elektroschrott bringen. Dort werden die Teile fachgerecht entsorgt und in ihre Rohstoffe zerlegt.
Viele Menschen machen sich keine Gedanken darüber, wie einzelne Komponenten ihres Computers überhaupt funktionieren und woraus diese eigentlich bestehen. So enthält eine Tonne Elektroschrott, bestehend aus Computern und Laptops, etwa 70 Kilogramm Kupfer, 140 Gramm Silber und sogar 30 Gramm Gold! Und abgesehen von den bekannten Edelmetallen enthalten Hardware-Komponenten viele seltene Erden, die nur sehr mühselig aus der Natur gewonnen werden können.
Doch einige der Rohstoffe bringen gerade bei nicht fachgerechter Entsorgung große Gefahren für die Umwelt mit sich. So gelangen jährlich enorme Mengen an Blei, Quecksilber, Arsen, Kadmium und anderer Giftstoffe in die Umwelt und ins Grundwasser.

 

Es gilt: Erst kommt die Wiederverwertung, dann das fachgerechte Recycling.